Sword of the Stars The Pit...oder auch Nagumo entdeckt Roguelike Games

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    • Sword of the Stars The Pit...oder auch Nagumo entdeckt Roguelike Games

      Hallo zusammen,

      nun spiel ich seit über 25 Jahren elektronische Spiele und habe bisher die sog. Rogue Spiele nie angefasst. Nur ein Leben, kein wirkliches Speichern, hoher Frustfaktor (angeblich) etc. etc.
      Nun ist auf Steam Sword of the Stars The Pit rausgekommen und nach einem kurzen You Tube Gameplay Video dachte ich mir "ach wat solls, 10€ geb ich auch mal für ne Pizza aus....

      21 Spielstunden später bin ich absolut süchtig :P

      Ich bin jetzt 4x mal gestorben und hatte sogar nen Absturz mit Spielverlust und trotzdem bin ich immer noch motiviert wie die weibliche Form des Tieres, welches es manchmal als Schnitzel gibt. Das Spiel (spiele bisher auf normal) ist schwer und durch einen hohen Zufallsfaktor unberechenbar. Es kann einem passieren, dass man einmal nicht aufpasst und zack ist die gesamte Situation von "mir gehts super" hin zu "oh oh" gewechselt.
      Es gibt 4 Schwierigkeitsgrade, 3 Chars mit unterschiedlichen Voraussetzungen, ein nicht übermäßig komplexes, aber zum Ausprobieren einladendes Skillsystem. Man lernt das Spiel während des Spielens, und es hat immer wieder überraschende neue Erkenntnisse für den Spieler auf Lager, die von "okay, das Monster is mal wirklich übel" hin zu "oh das kann man auch finden" oder auch "jaaa was für ein geiles Rezept".
      Und Rezept ist hier das Stichwort: Das Spiel kommt mit einer sehr großen Anzahl an Items daher, die vollkommen vom Zufall (scheinbar) abhängen. Schaut man aber zweimal hin, bemerkt man mit der Zeit, dass gewisse Monster, gewisse Items eher droppen. Es gibt 3 Geräte, an den man Items miteinander kombinieren kann und neue sinnvolle Sachen herausbekommt. Das reicht von Essen, über Waffenupgrades, Rüstungen, Gürtel (welche das Iventory vergrößern) bis hin zu Granaten und Gadgets. Der Clou, alle Rezepte die man mühsam aus zufallsgenerierten in den Levels verteilten Computern gefunden hat, werden auf dem PDA gespeichert und sozusagen Accountgebunden. D.h. Chars in späteren Spielen freuen sich über das gesamte Wissen des Spielers.
      Um genauer auf das "mühsam" einzugehen, hier mal ein typisches Beispiel: Spieler findet kaputten PC und muss diesen erfolgreich Reparieren (Skill nötig), dann erfolgreich hacken (Skill nötig), dann die erfolgreich heruntergeladene aber noch codierte Datei entschlüsseln(Skill nötig). Es handelt sich hierbei um drei unterschiedliche Skills, mit denen man im Kampf nix anfangen kann und die Nachricht ist in den meisten Fällen nicht mal vollständig entschlüsselt, läd dadurch aber zum Rätseln ein: "Verbinde 3 Kabelbinder mitxcdfertdbsund packe einenbchfgftrwirbel dazu." Fehlversuche beim craften führen dazu das Items weg sind!! Mir ist es passiert, dass ich mein einziges Gewehr verloren hatte, weil ich dachte ein Rezept zu haben. Später im selben Spiel hatte ich so gut wie nur noch Gewehrmuni gefunden und ärgerte mich schwarz :)
      Ich könnte noch Stundenlang weiterschreiben, will aber mit einer kleinen Auswahl an Sterbemöglichkeiten enden: Vergiftet, erkrankt, Radioaktiv verseucht, erschlagen, explodiert, desintegriert und mein Favorit: Verhungert.
      Solltet ihr Spaß an rundenbasierten Spielen haben und Spiele wie Eschalon gezockt haben und daher euch auch nicht von Old School Grafik abschrecken lassen kann ich euch das Spiel nur sehr empfeheln. Eine Demo ist auf Steam umsonst zu haben.
      Bis dann, man sieht sich in The Pit 8)
      Ein kleiner gruener Zweig wuchs aus den halb abgestorbenen Zweigen der Hoffnung. (Lest Terry Pratchett......)