• Als ich gestern auf dieser dubiosen Seite mit den limitiert vergünstigsten Steam keys rumgeclickt habe bin ich auf Roguebook Delux Edition gestoßen. Scheußlicher Name, schlechte Präsentation, offensichtlicher Slay the Spire Klon... aber besser?! Design, Musik, Mechanik alles Klasse, Idee gestohlen und besser gemacht. Wer Rogue-lite dec kbuilder wie Slay the Spire mag sollte sich das mal anschauen. Vom Stil her ist das eher asiatische Fantasy (welche hoffentlich bald die westliche ersetzt, denn die sind da einfach besser).

  • Naja, geklaut...weiß ich nicht, weil Slay the Spire war ja auch schon geklaut ;)


    Positiv zu Roguebook (das ich auch schon auf der Wunschliste habe) kann man auf jeden Fall den Artstyle und die Spieleschmiede dahinter nennen. Die haben bereits Faeria Ihren ganz eigenen Märchenhaften Stil verpasst. Im Prinzip ist es FAeria als Slay the Spire Klon (Monster Hunter war viel früher draußen, grummel, grummel)

    Ein kleiner gruener Zweig wuchs aus den halb abgestorbenen Zweigen der Hoffnung. (Lest Terry Pratchett......)

  • War mir nicht bekannt, ich ging davon aus dass deren Story über Dominion und ein obskures TCG als Inspirationen war gewesen sei. Bei Roguebook handelt es sich aber definitiv um einen Slay the Spire Klon. Die behaupten zwar, dass Richard Garfield da mitgearbeitet hätte, aber wirklich abkaufen kann ich denen das nicht.


    Wo Roguebook punktet

    • Man spielt jeden Run mit zwei Helden und kriegt wirklich schöne Synergien.
    • Zwischen kämpfen erkundet man eine Weltkarte die man mit Pinseln und Tinte (werden in Kämpfen gewonnen) aufdeckt. Lässt einen ein Kampf etwas angeschlagen kann man sein Glück beim erkunden versuchen, mit etwas Glück findet man ein Herz (heilt beide Helden um 10 Punkte) oder man läuft zurück zum Händler um kauft vllt doch noch eine Karte, Gem oder Artefakt um den nächsten Kampf etwas einfach zu machen (in Slay the Spire ist es oft direkt hoffnungslos, sobald man zu viel Schaden genommen hat).
    • Aufwerten von Karten ist besser implementiert: Man erhält im Spiel Gems welche man außerhalb von Kämpfen in Sockel der Karten einsetzen kann um Schaden oder Block zu erhöhen oder Karten neue Effekte zu geben. Mehr Varietät ohne übermäßig Komplex zu sein.
    • Man findet in jedem Run Seiten des Roguebooks welche für permanente Upgrades (Embelishments) verwendet werden
    • Nachdem ersten kompletten Run kann wählt man für jeden weiteren Run verschiedene Herausforderungen


    Was ich nicht mag:

    • Zu wenig Events. Man findet verdammt selten Schriftrollen (triggern Events), was schade ist, denn die Story ist interessant und die Boni sind nicht all zu hoch.
    • Kaum Möglichkeiten Karten wieder zu entfernen. Bisher kenn ich nur ein Event dazu, welches 80 Gold kostet und als alternative einem ein zufälliges Artefakt für 80 Gold haben lässt (bessere Option).
    • Es scheint nur zwei Endgegner (Avatar of Mist und Avatar of Greed) zu geben. Beide sind relativ langweilig. Slay the Spire hat da bessere Gegner am Ende des dritten Kapitels.
    • Weltkartenobjekte lassen nur eine Interaktion zu. Nimmt man sich zB keine neue Karte vom Altar kann man nicht später nochmal zurück kommen, ich hätte es besser gefunden, wenn man auf das aufheben von Karten verzichten Kann um sich erst anzuschauen was im nächsten Altar an Karten zu haben ist. Gleiches für Schriftrollen, Türme und Edelsteinsteelen.
    • Man hat keinerlei Hinweis darauf was einem in einem Kampf erwartet. Es gibt lediglich die Information ob Normal oder Elite (sehr schwammige Definition), was Schade ist, ich hätte bevorzugt, wenn ich mir mit angeschlagenen Helden mir schwache Gegner zuerst vornehmen und stärkere Gegner vorerst umgehen könnte.
    • DLCs sind ein Witz.


    Fazit:

    Normalerweise Schreibe ich Rezensionen nur wenn mir ein Spiel wirklich gefallen, oder ich von halbgaren Spielmechaniken genervt bin. Meistens gebe ich also negative Rezensionen. Bei Roguebook werde ich wohl tatsächlich mal wieder eine der seltenen positiven Rezensionen schreiben (Alle DLCs die dabei waren: Negativ, unverschämt überteuert!), es ist wie Slay the Spire, nur, nach meinem Empfinden, halt besser. Nicht Perfekt, aber besser. Bei Slay the Spire war für mich irgendwie kein Wiederspielbarkeitswert da, selbst der neue Charakter hat da nichts gerissen und Custom Games mit gemischten Decks hatten zu schlechtes Balancing. In Roguebook hat man die Challenges bzw. Ascension Mode besser integriert und durch die vier Charakter sechs Optionen wobei jede Kombination Interessante Strategien ermöglicht.

  • Wenn dich slay the spire interessiert, probier doch mal Gordian quest, oder eventuell Poker quest. Beides noch im early access, und beides relativ billig (äh, preiswert).

    lest Terry Pratchett(RIP) ... und Stephen King, John Katzenbach, Hohlbein, Frank Schätzing, Anne Rice, Andrzej Sapkowski, Anne Bishop, Bernhard Hennen, George R.R. Martin, Markus Heitz, ... (wurde ja langsam Zeit, dass was dazu kommt)