Mittelerde Lesen

  • Hi ihr,


    Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich Tolkiens Mittelerde-Zyklus nie komplett gelesen haben.
    Ich weiß sogar nicht einmal genau, aus welchen Büchern diese besteht.

    • The Hobbit
    • Lord of the Rings
    • Similalalala.....
    • ..?


    Ich bin mir ziemlich sicher, da gehört noch einiges mehr zu.


    Und dann steh ich auch noch vor dem Problem der Pop-Kultur. Nein, man kann ein altes Werk ja nicht im ORIGINAL belassen, man MUSS es unbedingt VERBESSERN, eine richtige Manie ist das - und eine abartige Unsäglichkeit. Ich hab irgendwo mal Passagen einer neueren Übersetzung des kleinen Hobbits gelesen, mir kam das kotzen. wie das im englischen ist weiß ich leider überhaupt nicht, obwohl ich die Bücher mittlerweile auch gerne bevorzugt auf englisch lesen wollen würde... :thumbdown:


    Gut, was will ich nun?
    Zum einem wüsste ich gerne, welche Bücher Genau zum Mittelerde-Zyklus gehören. Hierbei beschränke ich mich auch nicht zwingend auf Tolkiens Werke, sollte ein weiterer Autor dessen Werke in ANGEMESSENER Weise fortführen hätte ich da auch nichts gegen einzuwenden. Vorausgesetzt besagter Autor hält sich strikt an die vorgaben und führt seine Geschichte nicht ins Absurde.
    Zum anderen stellt sich mir die Frage ob es diesseits eine zu empfehlende Komplettausgabe gibt, welche sowohl von der Qualität und Aufmachung her schon anzuschauen ist, als auch möglichst nah am Originaltext Tolkiens liegt, mir steht leider zur Zeit überhaupt nicht der Sinn nach schlechten Derivaten, in denen irgendein Dilettant meinte, er müsste Tolkiens Werk an die moderne Sprache anpasse und Frodo die Worte "Ey alta" in den Mund legen. :|


    Irgendwie nervt mich, wie man wohl vllt sehen mag, das ganze gerade auch...
    Ich finde auf Balrog komm raus einfach keine vernünftige Ausgabe. Selbst sogenannte Collectors Editions haben, wenn man Amazons' Bewertungen glauben schenken darf, eine miserable Qualität...
    Vorschläge? Dass hier Mittelerdefans sind sieht man ja schon an den Usernamen :P


    Fröhlichst genervten Gruß,
    Quappe

  • Ok also


    Anstarten tut das ganze mit dem Silmarillion: Teil 1. Quenta Silmarillion: Erklärt wird hier die Entstehung von Eru, den Valar, den Vanya und der Verlauf der ersten beiden Zeitalter. Dementsprechend ist hier auch alles drin vom Krieg Melkors gegen die anderen Valar und wie der Vanya Sauron überhaupt schliesslich den Laden übernommen hat vom Chef. Teil 2 des Silmarrillion erzaehlt "Von den Ringen der Macht und dem Dritten Zeitalter" Hier wird erklärt warum die Elfen so einen derben Zoff mit Sauron haben und warum er auf den weissen Turm und seine Bewohner zu mies zu sprechen ist. Ebenfalls werden die späteren Ereignisse hier grob Umrissen.
    Ergänzend dazu gibts noch die "Nachrichten aus Mittelerde" das sind vom Sohn ins Reine gebrachte Notizen des Vaters die er nie veröffentlicht oder abgeglichen hat. (Der Sohn verweist auch extra darauf da Tolkien viele Sachen bis zu 6 7 mal umgebaut hat, der Sohn hat die Aktuellsten Notizen genommen und versucht sie in eine Chronologische Linie zu bringen) . Die Nachrichten sind kein Muss sondern sozusagen vertiefende Randnotizen zu einigen Charakteren, einiges kennt man schon aus dem Silmarillion aber vieles ist doch schon hilfreich.


    Dann kommt "Der kleine Hobbit" (hin und wieder zurück) : Dieses (Kinder) Buch ist im dritten Zeitalter angesiedelt und beschreibt in einem Nebenstrang die "wiederentdeckung" des "Einen" durch Bilbo Beutelin, und es führt den Vanya Gandalf ein (obwohl der wie es immer seine Art ist nur Auftaucht wenn die Hütte brennt)


    Zuletzt kommt "Das Rote Buch" (The Red Book) auch bekannt als Herr der Ringe Triologie (und gleichzeitig etwas was ein gewisser Mr. Jackson für das Kino total verunstaltet hat) : "Die Gefährten" setzt ein paar Jahre nach dem Hobbit an und markiert in "Die Rückkehr des Königs" das Ende des Dritten Zeitalters.
    Wie du schon gemerkt hast, besorg dir um Gottes willen falls du sie bekommst die ALTE Übersetzung, die Neue hab ich in Auszügen gesehen udn war heil froh das ich nen altes Gebundenes Rotes Red Book habe (Die neuen haben nen Grünen Einband bekommen meine ich)


    In den "Nachrichten aus Mittelerde" wird auch noch der Beginn des Vierten Zeitalters in einem Kapitel angeschnitten. (Meine zumindest es war dort, in einem der vier hier genannten Büchern auf jeden Fall)


    Hoffe das war hilfreich. mit den 4 Büchern hast du eigentlich alles was du brauchst, es gibt noch 1 2 andere Bücher aber diese Überschneiden sich sehr stark mit den Nachrichten oder dem Sillmarillion im Inhalt.


    Hier noch die ISBN meiner Ausgaben (wenn ich das richtig verstanden
    habe ist meine Version des Roten Buchs inzwischen richtig was Wert, habs
    nie nachgeprüft) :
    J.R.R. Tolkien Der Herr der Ringe ISBN: 3-608-95855-X Klett Cotta 4. Auflage 1994
    Der Kleine Hobbit (komischerweise nicht von Klett Cotta) Georg Bitter Verlag 13. Auflage 1994 ISBN: 3-7903-0133-7
    Das Silmarillion Klett Cotta Greif-Bücher ISBN: 3-608-95804-5 1995 5. Auflage
    Nachrichten aus Mittelerde Hobbit-Presse/Klett Cotta ISBN: 3-608-95160-1 5. Auflage 1993


    Das sind alles noch Versionen mit der Alten Übersetzung.

    Die Sense gehört zwar nicht zu den wichtigsten und bedeutsamsten Kriegswaffen, aber wer sich auf der falschen Seite einer Bauernrevolte befindet macht rasch die Erfahrung daß sie in geübten Händen eine Menge Unheil anrichten kann.

    3 Mal editiert, zuletzt von Novarius ()

  • Oh, danke, das ist schon einmal eine klasse Antwort.
    Durch deine Beschreibung hab ich auch just dein rotes Exemplar in einem Versandantiquariat gefunden, der Preis für eine leicht lädierte Ausgabe liegt da bei ca. 52€ falls es dich interessiert.


    Interessant für mich wäre momentan noch, wie gut die Erstübersetzungen im Vergleich zum englischsprachigem Original sind, also ob es sich lohnt Tolkiens Werke direkt auf englisch zu lesen, oder ob man mit den Übersetzungen doch ganz gut beraten ist. bekannt ist mir hier zB, dass Tolkien nicht ganz glücklich mit den englischen Namen einiger bekannterer Fantasywesen gewesen sein soll. Allerdings lässt sich hier entgegen halten, dass das Deutsche da auch nicht sonderlich kreativer ist...

  • Hab das Rote Buch in Englisch irgendwo als PDFs rumfliegen, hab es allerdings nie in der Sprache gelesen. Die alte Deutsche Übersetzung soll relativ nah am Englischen sein, bloss Orts und Charakternamen wurden Eingedeutscht aber das ist vertretbar (zB. (Penegrin) "Took" im deutschen "Tuck" , "The Shire" im deutschen "Das Auenland" ) , bei der neuen deutschen Übersetzung sieht das ganz anders aus, da wurden zB. auch komplette Sätze und Sprüche "modernisiert" und das ist der Tod für ein Fantasiebuch, das geht schon fast bis zum "Türkenslang" (eh alter eh)


    52 Euro für "leicht lädiert" hmm. meins ist "gut gepflegt" mal abgesehen vom Papiercover das etwas gelitten hat aber noch intakt ist. das ist dann wirklich schon ne Preissteigerung zum damaligen DM Preis des Buchs. Der Vollständigkeithalber weil du sagst es ist ein Antequariat: Ist die Ausgabe Vollständig? Den zum Buch gehört zB auch ne lose Karte (wenn sie da nicht mehr bei ist hat man sie noch mal bei den Nachrichten bei).

    Die Sense gehört zwar nicht zu den wichtigsten und bedeutsamsten Kriegswaffen, aber wer sich auf der falschen Seite einer Bauernrevolte befindet macht rasch die Erfahrung daß sie in geübten Händen eine Menge Unheil anrichten kann.

    2 Mal editiert, zuletzt von Novarius ()

  • Naja, das mit den Übersetzungen ist so eine Wissenschaft für sich.
    Es gibt ja inzwischen ne ganze Menge Veröffentlichungen und fast genau so viele Übersetzungen... Da muss man sich informieren wer welche Übersetzung gemacht hat, dann kann man auch eine andere Version als die Rote kaufen.
    Wobei das zugegebenermassen auch eine der schöneren Versionen ist.


    Aber wie gesagt: Von wann und aus welchem Verlag etc.pp. ist relativ egal, der Übersetzer ist wichtig!


    Und vom englischen Original würde ich abraten, ich lese gerne und viel, Deutsch oder Englisch ist mir dabei egal, aber LotR in Englisch ist schon SEHR hardcore.
    Ausser du bist komplett zweisprachig aufgewachsen stellt das einen wirklich vor Probleme, da man nicht, wie bei moderneren Büchern, eventuell "fehlende" Worte aus dem Kontext übernehmen kann. Denn oftmals sind die Sätze, oder auch ganze Abschnitte, so geschrieben das jemand der mit modernem Englisch aufgewachsen ist da wenig mit anfangen kann.
    Dazu kommen dann noch zig Wörter bei denen man nicht sicher ist: Englische Sprache, Elbisch, Irgendwas was Tolkien sich ausgedacht hat?
    Es ist ein kraftakt!


    Ich hab es irgendwann abgebrochen, besitze aber ein Englisches Exemplar, sowie ein Deutsched von LotR.


    Und beim Silmarillion muss man über durchhaltevermögen verfügen ^^
    Ich hab mich da bisher nicht dran getraut, nachdem ich mich mal ne halbe Stunde zu meinem Weib gesetzt hat, die das Hörbuch davon besitzt..... *GÄHN*

  • Ewingan das Silmarrillion ist sehr interissant vor allem da dort halt auch ne Menge erklärt wird auf das sich die Charaktere im Hobbit und HdR beziehen. Der Anfang, wo sie die Welt singen, ist noch etwas Zäh aber mit dem erscheinen der Elben wird es sehr flüssig.
    Zur schwierigkeit: Der Mann war Sprachprof. in Oxford, was erwartest du?

    Die Sense gehört zwar nicht zu den wichtigsten und bedeutsamsten Kriegswaffen, aber wer sich auf der falschen Seite einer Bauernrevolte befindet macht rasch die Erfahrung daß sie in geübten Händen eine Menge Unheil anrichten kann.

  • Der Mann war Sprachprof. in Oxford, was erwartest du?


    Ja, und genau deswegen hat es mir auch etwas davor gegraut, einfach blind den englischen Druck zu kaufen, wer fähig ist, sich mehr als eine Sprache auszudenken, von dem kann man idR ausgehen, das er seine eigenen zur genüge beherrscht (was selbst in der Literatur mittlerweile zum Phänomen der Klasse "Auffällig" geworden ist) :P


    Ok, englisch ist nicht gerade meine stärke, aber lesend versteh ich es recht gut, Probleme hab ich nur beim Sprechen, *maßloses gewetter gegen's Schulsystem*


    Ok, zurück zu HdR:
    Also die alten deutschen Übersetzungen sind wesentlich besser und liegen nah genug am Original, dass man diese, der Sprache wegen, diesem Vorziehen kann?
    Welche Übersetzer wären denn da zu empfehlen? Ich befürchte, dass man die Bücher wirklich alle gelesen haben muss, um da auch nur Ansatzweise eine Aussage über die Qualität des Übersetzers machen zu können...
    Ich würde es halt einfach möglichst gerne in Reinform lesen, aber altes Englisch wäre da vllt wirklich ein bisschen hart, da hat Ewigan schon ganz recht...

  • Nova's Auflistung ist nahezu vollständig, vergessen hat er nur das 'Buch der Verschollenen Geschichten 1 & 2' (Book of Lost Tales 1&2) - darin finden sich viele alternative, meist längere Versionen der einzelnen Abschnitte des Silmarillions. Besonders sticht hier die wesentlich umfangreichere Geschichte von Tuor und dem Fall von Gondolin, ebenso wie nur hier wirklich deutlich wird, dass Mittelerde als Ganzes als alternative Vorgeschichte Englands konzipiert ist. Diese beiden Bücher sind die ersten beiden Bände der 12-teiligen der 'History of Middleearth' und die einzigen, die ins Deutsche übersetzt wurden.


    Als Beiwerk sind schlussendlich der 'Historische Atlas von Mittelerde' sowie das Mittelerde-Lexikon von Foster zu empfehlen. Ersterer enthält neben einer Zusammenfassung der gesamten Geschichte auch und vor allem viele Karten, die einen Eindruck davon vermitteln, wie es man sich Arda als Ganzes in Bezug auf Geographie vorstellen kann. Zweiteres ist dem neueren 'Handbuch der Weisen von Mittelerde' von Krege vorzuziehen, da es sich mit Wertungen zurückhält. Wenn man sich nicht das komplette Silmarillion zulegen will, so gibt es auch noch drei der vier wesentlichen Geschichten (Das Lied von Beren und Luthien fehlt) als einzelne kleine Taschenbücher, als da wären Feanor's Fluch, Die Geschichte der Kinder Hurins sowie Tuor und der Fall von Gondolin - wegen Kürzungen/Auslassungen sind diese allerdings nur sehr bedingt zu empfehlen. Zusätzlich dazu gibt es die 'Geschichte der Kinder Hurins' auch noch in einer längeren, kompletten Fassung, die alle Fragmente zu einem zusammenhängenden Roman verbindet.


    Zwecks Übersetzung, da gibt es für die Hauptwerke jeweils nur zwei und es gilt eigentlich das für den 'Herr der Ringe' die alte Version von Carroux der neuen von Krege vorzuziehen ist (vor allem weil erstere von Tolkien selbst anerkannt ist). Beim Hobbit wiederum ist Krege der Goldstandard, hier ist die ältere zu weit ab vom Original und stellenweise gekürzt. Was die englische Ausgabe angeht, so bietet es sich eigentlich an, sich zumindest an diese heranzuwagen, gerade weil es kein modernes, eher flaches Englisch ist und die sprachlichen Unterschiede zwischen den Charakteren besser zum Ausdruck kommen als es in einer Übersetzung möglich ist. Und so übermäßig schwer ist es auch nicht, als dass man große Probleme damit haben wird.


    Kurz, man kann schnell den Überblick verlieren in der Fülle an vorhandenem Material und es gibt auch die eine oder andere Version, von der man abraten kann. Will man sich die Bücher alle kaufen, so empfehlen sich meiner Ansicht nach folgende Versionen:
    Der Hobbit - Krege-Übersetzung, Hardcover, Illustrationen von Alan Lee (Stammzeichner für auf Mittelerde bezogene Kunst)
    Der Herr der Ringe - Variante 1 - dreibändige gebundene Ausgabe, Schuber, Carroux-Übersetzung, dritter Band enthält die Anhänge, vergriffen
    Der Herr der Ringe - Variante 2 - Rotes Buch, Carroux-Übersetzung, neueste Auflage
    Der Herr der Ringe - Variante 3 - englische Ausgabe, 4-bändig im Schuber (Anhänge extra)
    Die Geschichte der Kinder Hurins - einzige komplette Fassung, Aufmachung wie beim Hobbit


    Beim Silmarillion sowie dem Buch der Verschollenen Geschichten empfiehlt es sich, die neuesten Ausgaben zu suchen, da ältere in der Regel vergriffen sind.


    Mittelerde-Lexikon
    Historischer Atlas von Mittelerde


    Die einzelnen existierenden Karten von Frodo's Reisen, Beleriand und Wilderland sind nur zu empfehlen, wenn man unbedingt die Karte im Großformat haben will. Alle zugehörigen Informationen sind im oben genannten Atlas enthalten, weshalb sich eine doppelte Anschaffung eigentlich nicht lohnt.

    Zuchtmeister und linke Hand des Höllenfürsten, Moosi I.

    Einmal editiert, zuletzt von Turin ()

  • Mein Hobbit ist von Walter Scherf übersetzt.
    Das Rote Buch is von Carroux

    Die Sense gehört zwar nicht zu den wichtigsten und bedeutsamsten Kriegswaffen, aber wer sich auf der falschen Seite einer Bauernrevolte befindet macht rasch die Erfahrung daß sie in geübten Händen eine Menge Unheil anrichten kann.

  • Englische Bücher zu kaufen ist ja was tolles, Douglas Adams The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy ganze Reihe ~12€ dafür bekommt man in Deutsch gerade mal das erste Buch :P
    Ok, ich hab jetzt erstmal, der Zufall so will, neuen Lesestoff, aber ich komm im Anschluss direkt nochmal darauf zurück!

  • Ich würde dir unbedingt abraten, mit dem Silmarillion anzufangen. Das Buch hilft zwar um einige Charaktere besser zu verstehen (Galadriel z.B.) und man kann nur angedeutete Ereignisse besser einordnen, aber es ist sehr, sehr, sehr (!) schleppend geschrieben und wenn man mit diesem Buch anfängt, könnte man ganz schnell die Lust an Mittelerde verlieren. Mein Vorschlag wäre also daher Der kleine Hobbit --> Der Herr der Ringe --> Das Silmarillion (bzw. vielleicht auch erstmal nur "Die Kinder Húrins") --> Nachrichten aus Mittelerde. Das "Buch der Verschollenen Geschichten 1 & 2" ist meiner Meinung zum Verständnis von Mittelerde absolut nicht notwendig, eher zum Verständnis des Autors, da sind die Anhänge schon eher ihr Geld wert allerdings gibt's ja mittlerweile die sehr gute Ardapedia.

  • Ich habe nie so ganz verstanden, was Krege mit seiner neueren Übersetzung des Herrn der Ringe eigentlich erreichen wollte. Ich meine, ein Buch, das schon den Anspruch hatte, den Briten endlch eine eigene Sagenwelt zu eröffnen und das im Original auch in einem entsprechend altertümlichen Stil geschrieben ist, bei einer Übersetzung "modernen" Sprachgewohnheiten anpassen zu wollen, ist doch nachgerade lächerlich.


    Insofern gilt für den HdR: Wenn nicht im Original, dann in der Carroux-Übersetzung. Die ist zwar auch nicht perfekt, aber sie ist doch vom Stil her wesentlich angebrachter.


    Krege hatte ja auch schon das Silmarillion übersetzt, und da hat er nach meinem Geschmack gar keinen so schlechten Job gemacht.


    Was die verfügbaren deutschen Buchausgaben angeht, da empfehle ich mal den Gang in eine gute Buchhalndlung in einer Großstadt, um die Qualität zu beurteilen.
    Man ist aber mit den meisten deutschen Veröffentlichungen ganz gut bedient. Nach meiner Erfahrung sind die deutschen Ausgaben meistens ganz ordentlich gebunden. Bei den englichen Ausgaben kann man da schon mal enttäuscht werden. Da gibt es aber zwar bei Amazon jede Menge Rezensionen; allerdings schmeißt amazon die oft leider zusammen; manchmal steht aber auch drüber, auf welche Ausgabe sie sich beziehen.


    Da der HdR ein wirklich dickes Buch ist, solltest Du auch erwägen, ob eine Ausgabe in mehreren Bänden vielleicht besser ist - ist beim Lesen angenehmer.
    Eine Alternative wäre da noch ein ebook, was das Lesen des Originals vereinfacht, Dank integriertem Wörterbuch.


    Ich habe den HdR kurz nach dem Erscheinen der deutschen Ausgabe zum ersten Mal gelesen. Damals gab es keine Möglichkeit, sich weitere Informationen zu verschaffen, weil es praktisch noch keine Sekundärliteratur gab und auch die weiteren Werke mit Ausnahme des Hobbit noch nicht verfügbar waren.
    Insofern war für die Fans damals des Erscheinen des Silmarillion und der Nachrichten aus Mittelerde ein Segen und ein Fest zugleich. :)
    Entsprechen begeistert habe ich den zusätzlichen Lesestoff aufgenommen. Es gab auch noch ein paar Taschenbücher mit einigen der Geschichten aus dem Silmarillion, aber das war es dann auch.


    Von der in Großbritannien schon vor langer Zeit erschienenen Komplettausgabe "The History of Middle-Earth" sind in deutscher Übersetzung nur die beiden ersten Bände erschienen.
    Es gibt im UK eine dreibändige gebundene Dünndruckausgabe, die ich sehr schön finde. Ansonsten sind die zwölf Bände in verschiedenen Ausgaben auch als Taschenbücher erschienen, leider in sehr unterschiedlicher Qualität. Es gibt auch immer wieder Teilveröffentlichungen, was das Ganze noch verwirrender macht.
    An diese Werke sollte man sich aber ohnehin nur wagen, wenn man sich als Harcorefan betrachtet, und nicht genug bekommen kann. ;)


    Für Anfänger würde ich als erstes den Herrn der Ringe und danach den Hobbit und bei Suchterscheinungen das Silmarillion und die Nachrichten aus Mittelerde empfehlen. ^^
    Das Silmarillion wird von vielen zwar als langweilig empfunden oder geschildert, aber ich finde, es enthält genügend spannende Hintergrundsagen, die den Kauf rechtfertigen (oder wenigstens die Ausleihe). Es ist natürlich ebenso wie die Nachrichten kein durchgehender Roman sondern eine Sammlung von Kurzgeschichten und Fragmenten und teilweise auch noch so Sachen wie Ahnentafeln.
    Als bearbeitete Auskopplung aus dem Gesamtwerk ist auch "Die Kinder Húrins" zu empfehlen.


    Als Kartenmaterial zum Gesamtwerk geht kein Weg am "Historischen Atlas von Mittelerde" vorbei. Das ist wirklich eine tolle Zusammenstellung von Karten aller Art mit Anmerkungen zu allen möglichen Details.
    Wenn es nur um den Herrn der Ringe geht, ist auch die kleine Kartenfibel "Frodos Reisen" ganz nett, man kann aber auch mit den enthaltenen Karten auskommen.

  • Ich meine, ein Buch, das schon den Anspruch hatte, den Briten endlch eine eigene Sagenwelt zu eröffnen[...]


    *hust* Artussage *hust* :D


    Rezessionen lesen hab ich versucht, das ging wohl nach hinten los, teilweise ist es echt Suspekt, wie WEIT die Meinungen auseinander gehen, selbst wenn es sich sogar um die gleiche Ausgabe handelt...


    Es gibt im UK eine dreibändige gebundene Dünndruckausgabe, die ich sehr schön finde. Ansonsten sind die zwölf Bände in verschiedenen Ausgaben auch als Taschenbücher erschienen, leider in sehr unterschiedlicher Qualität. Es gibt auch immer wieder Teilveröffentlichungen, was das Ganze noch verwirrender macht.


    Ja, besonders das hat mich bei der Suche extrem verwirrt.
    So ein leichter Hang zum Sammlertum drückt sich da auch durch. Eine Komplettausgabe in mehreren Bänden, im Idealfall mit strickt einheitlicher Gestaltung wäre mir echt am liebsten.


    @ Shard of Truth
    Ich würde schon auch wieder da ansetzen, wo ich aufgehört hatte - oder zumindest kurz davor. Das war in dem Fall ein Hobbit in mir unbekannter Ausgabe/Version/Übersetzung.
    Auch wenn es von der Chronologie der Story her vllt am besten wäre, hätte ich das Similarion schon schön hinten angestellt :thumbsup:

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