Software Lizenzierung

  • Mal etwas abstruses. Ich würde gern mal meinen Ordner Miscellaneous ausleeren in dem so alle halbfertigen Programme, Code Beispiel und andere Code snippets der letzten Paar Jahre rein gewandert sind, alles so mit dem vermerk "Sortier' ich mal später...". Vieles davon ist schlichtweg Datenmüll, einiges aber durchaus nützlich. zB. ein math. Modell eines zellulären Schalters oder eine Steuerungssoftware für DIY Bioreaktoren (der Heimanwender nennt diese übrigens Aquarien). Auch viele Context Manager für Pythons with-Statement, schlichtweg, weil ich diese praktisch finde. Das meiste davon könnte ich wahrscheinlich mit dem Zusatz "Use on your own risk. Don't sue me." Online stellen, aber für die paar größeren Projekte bräuchte ich wahrscheinlich einen richtigen Lizenztext. Hab ich mich ehrlich gesagt noch nie länger mit befasst.


    Zum Problem: Was mir vorschwebt ist ein Lizenz mit der ich den Source Code online Stellen kann und was dann damit passiert interessiert mich eigentlich nicht, solange sich niemand daran bereichern kann. Diese Non-commercial Klausel wird nur leider von allen größeren Open Source Lizenzen ausgeschlossen. Stattdessen wird versucht Unternehmen die Software durch aggressive Copyleft Bestimmungen unschmackhaft zu machen. Das funktioniert auch sehr gut für große Unternehmen, geht halt nur leider vollkommen am Problem vorbei. Trittbrettfahrer und andere Parasiten sind oft nicht in ihrer Tätigkeit eingeschränkt. Die größeren 3D Druck Communities hatten in letzter Zeit häufiger mal mit einem ähnlichem Problem zu kämpfen: Diverse kleinere 3D Druck Services fingen an die freien Datenbanken für Modelle zu plündern um diese gedruckt verkaufen zu können (oft völlig unbeachtet der Lizenzbestimmungen der Communitybetreiber). Diverse Modelle die ich eigentlich auf Thingiverse stellen wollte verrotten deswegen auch noch auf meiner Festplatten (-> andere Baustelle). Wirklich verhindern kann man das alles nicht, das ist mir durchaus bewusst.


    Bisher liebäugel ich mit Creative Commons, da diese dem Urheber die flexibelste Auswahl geben. Schließlich geht es darum Urheber zu ermutigen weniger restriktiv in Bezug auf die Verwendung ihrer Werke zu sein und nicht darum blind einer oder der anderen Ideologien hinterher zu rennen. Wirkliche Alternativen zu CC habe ich bisher auch nicht gefunden, wie bei allen Kontroversen Themen schlagen sich die Leute lieber die Köpfe ein als konstruktive Beiträge zu verfassen. Haarspalterei im Bezug auf Begrifflichkeiten und Definitionen kamen da genauso häufig wie ein generelles für und wieder, ohne dass mal wirklich jemand gesagt hat "Ich nutze diese-und-jene, weil...".


    Meine Hoffnung ist gerade, dass auch hier schon mal jemand damit zu tun hatte und entsprechend Rat geben kann.